Die wichtigsten Punkte

Aus dem Positionierungspapier von Christine Bolt

«Ich will einen starken Kanton St. Gallen: Modern, attraktiv, florierend.
Der Kanton St. Gallen darf den Anschluss nicht verpassen!
«St. Gallen kann es» sollen nicht mehr länger wir selber sagen müssen – sondern andere über uns.» 

Wirtschaft



Wirtschaft ist die Basis für unser Leben; Arbeitsplätze generieren Löhne und dadurch Steuern, und damit wird das Funktionieren unseres Staates sichergestellt: Bildung, Sicherheit, Gesundheit, Infrastruktur und das Sozialwesen. Wirtschaft braucht Wachstum, und ohne florierende Wirtschaft ist auch kein nachhaltiger Umweltschutz möglich.
Auf kantonaler Ebene gilt es, die Rahmenbedingungen für rasche, unkomplizierte Ansiedlungen zu schaffen; mit proaktiver Arealentwicklung, mit unternehmerfreundlichen Verwaltungsprozessen und kurzen Entscheidungswegen.
Ein zentraler Faktor in der Standortattraktivität im Ansiedlungswettbewerb und für das Fortbestehen von bereits ansässigen Firmen (Stichwort «Fachkräftemangel») sind die Verkehrsanbindungen; innerhalb der Region und über die Region hinaus. Hier braucht es innovative Konzepte für den privaten und den öffentlichen Verkehr sowie eine nahe Zusammenarbeit über die Kantonsgrenzen hinaus. Und ein Konzept für die «integrierte Mobilität».
Eines (von vielen) spannenden Konzepten in dieser Richtig ist meines Erachtens «Wil West»; auch unterstütze ich die erneute Bewerbung des Kantons St. Gallen um den Innovationspark OST.

Bildung



Bildung ist unser Rohstoff, ermöglicht Innovation und Forschung, und ein gut ausgebautes Bildungssystem trägt zur Standortattraktivität einer Region bei. Ziel muss es sein, das Bildungsangebot im Kanton St. Gallen weiter zu stärken, den dualen Bildungsweg zu fördern und dafür zu sorgen, dass «unsere» Menschen in «unserem» Kanton bleiben.
Dabei sind für mich die Lehrpersonen DER zentrale Erfolgsfaktor; es gilt, sie gut auszubilden und von politischer Seite die Rahmenbedingungen für einen zeitgemässen und praxisnahmen Unterricht zu schaffen. Und für ihre Arbeit gebührt ihnen Respekt und Wertschätzung.

Es ist wichtig, dass «Ost» erfolgreich startet und rasch an Fahrt gewinnt. Ich stehe hinter dem Campus Wattwil, und ich wünsche mir, dass die Kantonsschule Sargans und das BZW-Rapperswil-Jona  bald möglichst saniert werden können.
An der IT Bildungsoffensive schätze ich, dass sie alle Ebenen berücksichtigt – von der Primarschule über die Berufsbildung bis zur Universität. Sie bietet Chance für Wiedereinsteigerinnen und für Menschen, die schon länger im Arbeitsleben sind und noch bleiben wollen.

Gesellschaft



Ein Thema der Stunde: Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ich unterstütze Massnahmen, welche die Gleichstellung von Frau und Mann weiter fördern; zudem bin ich für Elternzeit, flexible Arbeitsmodelle und generell neue Konzepte.

Junge Väter wollen mehr Zeit für die Familie, junge Mütter wollen vermehrt und rasch zurück an den Arbeitsplatz – und die Wirtschaft und die Gesellschaft braucht alle auf dem Arbeitsmarkt.
 
Deshalb unterstütze ich die Bestrebungen zur Verbesserung der Familien- und Schulergänzenden Kinderbetreuung. 
Gesundheit



In der Gesundheitspolitik gilt es vor allem, in die Zukunft zu schauen und Trends zu berücksichtigen: Von stationär zu ambulant. Bei der zukünftigen Spital-Strategie gilt insbesondere den Kosten und der Qualität Rechnung zu tragen; dabei sollen nicht regionalpolitische Gesichtspunkte im Vordergrund stehen, sondern die Gesamtsicht des Kantons eingenommen werden – idealerweise sogar über die Grenzen hinaus.
Eine breit abgedeckte Notfallversorgung schafft Sicherheit für die Bevölkerung und ermöglicht eine rasche, zielführende Triage von Notfall-PatientInnen.
1 – 3 – 4 – 9 Spitäler? Drei oder vier. Je nach Konzept, Kosten und politischer Durchsetzbarkeit.
Finanzen



Ich teile die Meinung der FDP-St. Gallen: Ziel für St. Gallen muss es sein, vom Nehmer- zum Geberkanton zu werden. Damit wir das schaffen, brauchen wir mehr Steuersubstrat.

Das gelingt mit der Ansiedlung von wertschöpfungsintensiven Unternehmen und gutverdienende Privatpersonen; für letztere benötigt es entsprechende Arbeitsplätze, attraktiven Wohnraum und weitere Standortfaktoren wie Bildung, Tagesstrukturen, gute Verkehrsanbindungen, kulturelle Angebote etc.

Leadership



In meiner Idealvorstellung agiert der Regierungsrat als starkes Führungsgremium. Dazu braucht es einerseits die Leadership-Qualitäten jedes einzelnen Mitglieds, andererseits das gemeinsame Verständnis, dass nur vereinte Kräfte unseren Kanton weiterbringen. Basis dafür sind soziale Fähigkeiten wie Konflikt- und Konsensfähigkeit, Kommunikationsgeschick und Teamfähigkeit.
Leadership heisst für mich: Visionen entwickeln und der Bevölkerung Wege aufzuzeigen, vorausschauend zu planen, mutige Entscheidungen zu treffen und klar, ehrlich und transparent zu kommunizieren.